Montag, 10. Oktober 2016

Halbzeit

Wie schnell die Zeit doch vergeht. Heute ist schon der zweite Sonntag unserer Reise und die Hälfte unserer Zeit hier in Mexiko ist vorbei. Wie auch am letzten Sonntag hatten wir heute wieder Zeit in unseren Gastfamilien. Es wurde teilweise in ganz kleinen Gruppen etwas unternommen, hier kommen dann also die einzelnen Berichte.


Andre und Teresa waren heute wieder gemeinsam mit ihren Austausschüler*Innen unterwegs. Am heutigen Sonntag verschlug es die beiden in eine verlassene Minenstadt in der Wüste Zacatecas. Bereits am frühen Morgen machten sie sich auf, um dann nach etwa dreistündiger Fahrt den ersten Teil des Weges hinter sich zu haben. Es ging einen Berg hoch, nach etwa halber Strecke wurde das Auto gewechselt, auf eins mit einheimischen Fahrer, bei dem Andre auf dem Dach sitzen musste. Nachdem man die beiden auch diese Etappe geschafft hatten, wurde sich zuallererst mit "Enchiladas" gestärkt. Danach ging es dann mit einem Ortskundigen Guide und auf dem Pferd den letzten Rest zu der Minen Stadt hinauf. Es hat den beiden super gut gefallen, sie sind begeistert, die große, alte Stadt gesehen zu haben.




Nach dem Abstieg gab es noch eine Kirche zu sehen, und natürlich etwas zu Essen.



Anne hat heute mit ihrer Gastfamilie das Museum "Rafael Caronel" besucht. Dieses Museum befindet sich in einem alten Tempel, und stellt Kunstwerke, Masken, Töpfe und Marionetten des Künstlers aus. Es gibt eine riesige Vielzahl an Ausstellungsstücken, und jedes ist auf seine eigene Art und Weise unfassbar schön und beeindruckend. Nach dem Besuch im Museum ging es in die Mall, wo dann auch Hanna, Louise und Torben waren, da wir eigentlich einen Film schauen wollten.




Annika und Kristin waren heute gemeinsam mit ihren Austausschülerinnen in der 
Innenstadt von Zacatecas, shoppen, und haben den Tag genossen.

Anyelina musste erst 9000km weit von zuhause entfernt sein, um mit dem Autofahren anzufangen. Nach einem Frühstück mit der Gastfamilie, und noch vielen anderen Verwandten, durfte sie, dass erste mal überhaupt ein Auto fahren, hatte also ihre erste "Fahrstunde" in Mexiko. Nach einigen Versuchen klappte es sogar ganz gut, und Anyelina hatte ihren Spaß am Steuer des Käfers.
Am späten Nachmittag ging es dann für sie und ihre compañera zum Paintball, was auch ein riesen Spaß wurde.



Hanna war heute mit ihrer Austausschülern in Zacatecas bummeln. Am Nachmittag hat sie dann für ihre Gastfamilie typisch deutsche Kartoffelpuffer gekocht, die trotz kleiner Probleme sehr gut angekommen sind. Nach dem Essen ging es auch für sie und ihre Austauschschülerin in das Einkaufszentrum.

Louise hat einen Großteil des heutigen Tages verschlafen, scheinbar hatte sie es wirklich nötig. Nach einem gemeinsamen Essen mit ihrer compañera und deren Bruder ging es auch für die beiden ins Einkaufszentrum.

Vincent hat heute knapp 10 Stunden mit seiner Gastfamilie in der Küche verbracht, um Tamales zu machen. Das ist ein typisches Gericht für Mexico, bestehend aus einem Maisteig, der mit anderen Zutaten in Pflanzenblättern eingelegt und gedampft wird. Die Arbeit hat sich gelohnt und das Essen wurde ein voller Erfolg.

Für mich, Torben, stand heute fast nichts an. Nach einem sehr entspannten Vormittag ging es kurz mit meinem Austausschüler einkaufen (er ist gefahren), danach wurde der Grill angemacht, wo einige Parallen zur Heimat zu erkennen sind, wie z.B. viel Fleisch, der Vater steht am Grill usw. Am Abend ging es dann ins Einkaufszentrum. Da das Kino leider voll war, bzw wir nicht den Film sehen konnten, den wir sehen wollten, haben wir gemeinsam mit unseren Austausschüler*Innen die Geschäfte unsicher gemacht.


Morgen geht es in Nationalpark "Sierra de Organos" in der Nähe von Zacatecas.

Sonntag, 9. Oktober 2016

Auf den Spuren der Kultur...

Da wir die Kultur und die Menschen dieses Landes mit all ihren Facetten kennenlernen wollen, haben wir uns die Fiesta gestern Abend natürlich nicht entgehen lassen, und ausgiebig mit unseren Austausschüler*Innen und neuen Freund*Innen gefeiert. Deswegen kommen hier die Berichte zu Freitag und Samstag, beides sehr Ereignisreiche Tage.


Freitag

Am Freitag ging es früh zu "LILEX", einem anderen Teil der "UAZ", also der Autonomen Universität Zacatecas, der auch unsere Schulen angehören. Auf dem Campus wurden wir dann empfangen und in das "LILEX" (Licenciatura en Lenguas Extranjeras) Gebäude geführt. Hier lernen die Schüler*Innen verschiedene Sprachen, wie Deutsch, Englisch, Italienisch und Französisch. Wir wurden durch die verschiedenen Klassen geführt, konnten uns mit den Schülern unterhalten, und sogar einigen helfen, was ein tolles Gefühl war. Zum Abschluss ging es dann in einen Klassenraum, in dem Deutschklassen unterrichtet wurden. Hier konnten wir dann unseren compañer@s zeigen, wo wir eigentlich herkommen, und was es da so alles gibt.



Also nach ausgiebigen Gesprächen über Deutschland hatten wir ein wenig Freizeit, die die meisten wohl zum Essen oder dem Vorbereiten der Fiesta nutzten, bevor es dann mit Sport weiterging! Zuerst gab es auf dem Schulgelände, die Möglichkeiten, Volleyball und Basketball zu spielen. Beides wurde super angenommen, und auch Schüler, die nicht am Intercambio teilnehmen haben mitgespielt. Bei tollem Wetter hatten alle riesig viel Spaß, und einen super Nachmittag. 

Baskteball, Intercambio gegen den Rest


Danach ging es in das Olympische Schwimmbad von Zacatecas. Wir erwarteten eine Art Spaßbad, allerdings wurde hier absoluter Hochleistungssport betrieben. Nach dem Umziehen war Aufwärmen angesagt, fast jede Muskelregion wurde mit eingebunden. Dann ging es ins Wasser. Da in Mexiko nahezu keiner Schwimmen kann, war es eher ein Schwimmunterricht. Also zuerst ordentlich mit den Beinen strampeln, um die Bewegung zu üben. Im Anschluss wurde das ganze Schritt für Schritt erweitert, bis am Ende fast alle wenigstens eine Bahn schwimmen konnten. Die Trainer, die uns betreut haben, machten das ganze zu einer sehr anstrengenden Einheit, da es wenig Pausen gab, und sie sehr anspruchsvoll waren.
Auch wenn wir uns etwas anderes Vorgestellt hatten, war es ganz nett.

Nach einem anstrengenden Tag hatten die Mexikaner für uns eine "Fiesta" organisiert, auf der es Nachos und andere Snacks, gab, und natürliche auch typisch Mexikanische Getränke. Mit  deutscher und mexikanischer Musik wurde es ein schöner Abend, der für einige auch bis in die Morgenstunden ging.


Samstag

Weder ausgeruht, noch fit machten wir uns Samstag Morgen auf, Richtung "La Quemada" eine alte Stätte der "Chalchihuites", einem indigenen Volk, das in der Nähe von Zacatecas gelebt hat. Da es doch eine ganz schön große Strecke, von der Schule bis nach "La Quemada" ist, konnten wir die Zeit zum Schlafen nutzen. Etwas ausgeruhter kamen wir dann am späten Vormittag dort an, und unsere Führung begann auch nahezu direkt.



Dank Übersetzungen von Teresa und Herrn Gomez konnten auch wir alles verstehen. Die Führung war sehr interessant, da die Bewohner dieses Ortes vieles nach ihrem Glauben aufgebaut haben, wie z.B. Ihre Tempel oder auch festgelegt haben, wer wo lebt, abhängig davon, wie nah man am Himmel ist. Auf der niedrigsten Ebene lebten die einfachen Menschen. Darüber deutlich weniger, die dann etwas höher angesehen waren. Ganz oben, also am nähesten am Himmel lebte nur noch eine Person, man vermutet, dass dies der Anführer war.





Auf unserer Tour hatten wir auch eine Begegnung mit den jetzigen Bewohnern des Ortes. Während einer Pause am höchsten Punkt, war das Geschrei groß. Mit einem mal tauchte eine Schlange auf, vor die uns die mexikanischen Lehrern schon gewarnt hatten. Da die Lehrer und der Guide wussten was zu tun war, und nichts passiert ist, war die Schlange auch schon fast wieder weg. Neben der Schlange gab es aber novh viel mehr Tiere zu sehen. Riesige Ameisen, Grashüpfer und komische, fliegende Insekten begleiteten uns den ganzen Tag.

Eine Cazcabel, besser bekannt als Klapperschlange


Alles was an diesem Ort zu sehen war, war auf eine ganz besondere Art eindrucksvoll, allein schon, wenn man sich überlegt, unter welchen Bedingungen man damals all diese Bauwerke geschaffen hat. Am Ende gab es noch einen kleinen Exkurs in die Ton Werkstatt, und dann mit den Bus zurück nach Zacatecas.




Zurück in der Schule war das offizielle Programm beendet, der Rest des Tages und der komplette Sonntag stehen uns zur freien Verfügung. Anne, Hanna, Kristin und Louise mit ihren Austausschülerinnen waren am Abend bei uns eingeladen, um die Reste der Fiesta zu vernichten. Die anderen haben wohl etwas ausgespannt, was nie verkehrt ist.


Was morgen ansteht wissen die Mexikaner scheinbar selber noch nicht, also lassen wir uns mal überraschen. Am Montag geht es in den Nationalpark "Sierra de Organos"

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Experimente...

Um 10 Uhr fing das Programm heute an. Wie gewohnt, also deutlich später. Es ging an die "Prepa 4", die Schule an der die compañera von Annika ist. Wir wurden dort von den naturwissenschaftlichen Lehrern begrüßt, die mit der Unterstützung einiger Schüler uns den Vormittag über die Naturwissenschaften näher bringen sollten. Es gab etliche Experimente, wie das Entzünden von Haarschaum, das Basteln einer kleinen Rakete, das Herstellen einer Art "Wutsack", und eigenes Eis machen. Durch die ständige Anwesenheit der Lehrer hat man sich durgehend gut gefühlt, trotz der zum teil sehr "explosiven" Experimente. Das ganze ging über 3 Stunden, was in unseren Augen ein bisschen lang gezogen war, auch wenn es natürlich super Spaß gemacht hat.




In der Mittagspause waren wir dann essen, zuerst in der Schule. Dort wurden wir auch direkt von ein paar Schülern angesprochenen, mit denen wir uns eine ganze Weile unterhalten haben, und die total interessiert waren. Als sie dann weitergezogen sind, haben auch wir uns auf die Socken gemacht, und sind in den "Parque la encantada", in dem wir am Samstag schon waren, und der direkt neben der Schule ist. Dort gab es auch essen, ein bisschen was anderes und besseres als in der Schule. Ich habe, kurz bevor das Programm weiterging, eine sehr interessante Erfahrung gemacht, was man so alles mit Wassereis anstellen kann. Als die anderen sich ein Eis geholt haben, weil es heute richtig schön warm war, bin ich natürlich mit gegangen, und hab mir ein schönes Wassereis geholt. Was ich jedoch nicht gesehen habe, ist dass das Eis einen flüssigen Kern hat, mit Salsa Sauce. Im Nachhinein hab ich dann erfahren, das Wassereis hier ganz oft mit Salsa gegessen wird. Die Spinnen doch!

Ohne Salsa war das sogar lecker
Mit dieser Erkenntnis ging es ins Museum "Zig Zag", was von den Lehrern als ähnlich wie das Universum in Bremen beschrieben wurde, allerdings leider komplett anders ist. Schon von außen konnte man sehen, das die Zielgruppe eindeutig jünger ist als wir. Trotzdem wollten wir dem ganzen Natürlich eine Chance geben. Also sind wir rein, haben unsere Taschen abgegeben, und dann ging es auch schon los. Eine ähnliche Seilbahn, wie auf der Bufa erwarte uns als erstes. Allerdings lange nicht so spektakulär wie auf der Bufe, sondern ganz schnell wieder vorbei. Danach ging es in eine Art Planetarium, wo uns über unser Sonnensystem erzählt wurde, und wir in einer Virtuellen Sternenwarte waren.



Nach dem Planetarium gab es noch viele kleine weitere "Salas" zu etlichen, verschiedenen Themen, aber alles eher auf Kinder zugeschnitten. Trotzdem war es ganz nett, da manche das Kind in sich wieder gefunden haben, und der ein oder andere Bestimmt das ein oder andere gelernt hat.



Als wir dann aus dem "Museo" wieder raus waren, alle nicht sonderlich begeistert, gab es Infos zum Programm für die nächsten Tage, und damit war das offizielle Programm beendet. Für ein paar von uns, Andre, Louise, Teresa, Vincent und mich ging es noch in den Park, das gute Wetter nutzen und wieder Inline skaten. Immerhin ein gelungener Abschluss.


Morgen gehen wir in das "Centro de Idiomas" also das Sprachzentrum, danach, am Abend wird es sehr sportlich, mit Schwimmen, Volleyball, Fußball und Basketball. Por la noche, also am Abend gibt es dann eine Feier bei einem Klassenkameraden.

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Primero escuela, despues lo misterioso!

Heute stand dann wieder Schule auf dem Programm. Langsam gewöhnt man sich daran, dass man sowieso nicht pünktlich ist, und man geht den Tag morgens viel entspannter an.

In der ersten Stunde wurde wieder Englisch unterrichtet, Montag, Dienstag und Mittwoch haben unsere Austauschschüler den gleichen Stundenplan. In Mathe konnten wir dann sogar mitmachen, das Thema war lineare Funktionen, was wir alle oft genug durchgekaut haben. Nach Mathe ging es in eine Art Hörsaal, wo der Lehrer über Literatur referierte, in diesem Fall sogar über Goethes "Faust", ein deutsches Drama.

Unterricht in "humanidades" 
Nachdem wir auch noch "socialidades" überstanden hatten, wo wir über deutsche Moralvorstellungen erzählen sollten, war unser dritter und letzter Schultag beendet. Bevor es jedoch nach Hause ging, wollten sich alle unsere "neuen" Mitschüler von uns verabschieden. Also wurden ganz, ganz viele Fotos gemacht, Küsschen verteilt, und Menschen umarmt. 

Irgendwann konnten wir dann nach Hause, um kurz was zu essen, uns kurz auszuruhen und gefühlt auch schon wieder los zu fahren. Es stand ein Besuch in der "Mina del Eden" an. Eine stillgelegte Mine mit einer Ausstellung von Mineralien, die überall auf der Welt gefunden wurden, und einem begehbaren Stollen, in dem die Geschichte der Bergarbeiter gezeigt wird. Mit unseren Sicherheitshelmen und den Haarnetzten sahen wir verdammt bescheuert aus, aber wenn alle bescheuert aussehen, tut es keiner mehr.



Die Geschichte des Bergbaus ist hauptsächlich geprägt durch die Spanier, die das ganze Land damals besetzten, und die Einheimischen für sich haben arbeiten lassen. Die Mine hat trotzdem sehr viel schönes zu bieten, was sich schwer in Worte fassen lässt, deswegen lassen wir einfach mal die Bilder für sich sprechen.







In der Mine befindet sich außerdem noch die einzige Disko in einem Bergwerk weltweit. Die haben wir uns natürlich auch angeschaut, und die meisten haben zu der Musik getanzt. Danach war dann das offizielle Programm beendet, und es ging zurück an die Oberfläche. Hier war das offizielle Programm beendet. Mit einem Großteil der Gruppe ging es dann in eine Bar, wo wir zum ersten Mal "Cerveza" also Bier probiert haben. Leider nicht ganz so gut wie in der Heimat. Trotzdem war es ein schöner Abend, und wir freuen uns auf die nächsten Tage.
Morgen früh sehen wir uns Wissenschaftliche Arbeiten der Schüler an der Prepa 4 an, danach haben wir Freizeit und am Nachmittag geht's ins Museum "Zig Zag".


Arriba!

Statt zur Schule ging es für uns an diesem Morgen ins "Hospital Virtual", eine Art Ausbildungsstätte, oder Schule für angehende Ärzte. Es ist eine der besten Einrichtungen in ganz Mexiko, was man auch direkt auf den ersten Blick gesehen hat. Nachdem wir mit dem Sprinter der Schule auf dem riesigen Gelände angekommen sind, und das richtige Gebäude gefunden hatten, konnte man direkt sehen, wie gut dieses Universität ist. Alles sehr, sehr sauber und ordentlich, neueste und beste Technik und überall Wifi ;)
Nachdem wir begrüßt wurden, haben wir eine Einführung in die erste Hilfe bekommen, die zuerst aus einem Video bestand, und danach aus einem praktischen Teil, bei dem wir alle mitmachen konnten. Zuerst ging es in einen Raum, in dem wir die "renacimiento"*(dt. Wiederbelebung) kennenlernen sollten. Zuerst gab es einen kleinen Film, danach wurde uns alles Schritt für Schritt erklärt. Ich hab mich ein bisschen in meinen Erste-Hilfe Kurs für den Führerschein zurückgesetzt gefühlt. Irgendwie ist es gar nicht so viel anders, auch in Mexiko funktioniert eine Herz-Lungen-Wiederbelebung recht ähnlich.



An den Dummies konnten wir uns selbst versuchen, zuerst alleine, dann mit einem Partner. Der Sanitäter, der uns das ganze erklärt hat, hat es irgendwie geschafft, das auch "los alemanes" alles verstehen, und so wurde es zu einer super Übung. Nach fleißigem Üben, was mit der Zeit echt anstrengend war, wurde dann gezeigt, was man machen muss, wenn die Atemwege verstopft sind. Herr Büring musst sich als Versuchsperson bereitstellen, und hatte sichtlich Spaß



Nach der Ersten Hilfe ging es dann hauptsächlich um Aufgaben in einem Krankenhaus. Beispielsweise sollten wir versuchen, eine starke Blutung an einer Puppe zu stoppen, Verbände anzulegen oder den Puls zu hören. Außerdem hatten sie mehrere Simulatoren, der eine war eine schwangere Frau, der andere ein Baby, das per Computer jede nur erdenkliche Aktion ausführen konnte. Nach getaner Arbeit, wurden wir von den mexikanischen Lehrern zum Essen in der Kantine der Uni eingeladen. Auch wenn das Essen absolut nicht lecker war, war es eine sehr nette Geste. Auch in der Kantine wurden wir mal wieder gefragt, ob wir "die deutschen" sind.

Von der Kantine aus ging es dann fast direkt rauf, auf die Cerro de la Bufa, einen Berg, der die Altstadt Zacatecas überblickt. Dort oben hatten wir einiges vor. Zuerst ging es zur Tiroleza, einer Art Seilbahn über eine Schlucht, bei der man komplett frei hängt und über die Schlucht rast. Ein riesen Spaß, den man unbedingt mal gemacht haben muss, wenn man in Zacatecas ist. Die meisten von uns sind sogar gefahren, obwohl man die Aufregung ziemlich gut sehen konnte. Nachdem alle heile wieder auf der richtigen Seite angekommen sind, und es allen gefallen hat, kommt hier ein kleines Foto von jedem, und einem Fazit :

Andre: "Warum tun Menschen sowas?" 
Anne:"Voll Cool! "
Annika:" Super gut! "
Anyelina:" Einmalig"
Büring:"Hat voll Bock gebracht! "
Kristin :" Ich freu mich, das ich noch lebe."
Louise:"Ich wurde einfach geschubst. Aber es hat mir sehr gur gefallen,
vor allem die Vogelperspektive "
Teresa:" Sehr entspannt! Super gut! "
Torben:" Gute Entscheidung, dass zu machen!"
Vincent:" Das kommt ganz klar in die Top 10, der Dinge,
die ich je gemacht habe! "

Als es dann weiterging, kamen dann auch wieder alle mit. Jetzt hieß es klettern, um ganz nach oben zu kommen, auf fast 2700m Höhe. Oben erwartete uns eine grandiose Aussicht über Zacatecas und das gesamte Umland.



Natürlich wurden fleißig Fotos gemacht, diese Aussicht wollte wohl jeder noch einmal sehen. Ein super schönes Gruppenfoto ist auch entstanden.



Den anstehenden Abstieg hat dann auch jeder gemeistert, und so konnten wir alle heile und mit ganz vielen Tollen Fotos noch ein paar Souvenirs kaufen und in das Museum gehen, das die Geschichte der Cerro de la Bufa behandelt. Gegen Abend ging es wieder in das Stadtzentrum, Geld tauschen und ein leckeres Eis essen. Jetzt bin ich schon wieder lange zuhause, es ist verdammt spät, aber der Blog ist fertig.


Morgen geht's am Vormittag wieder in die Schule, wenn das Programm so bleibt zum letzten Mal, und am Nachmittag geht es in die "Mina del Eden" eine Mine in der Stadt.

Montag, 3. Oktober 2016

Estudiamos!

Während in Deutschland heute alle frei haben, ging es für uns zum zweiten Mal mit unseren compañer@s in die Schule. Also wieder früh aufstehen und trotzdem zu spät kommen. Aber das macht nichts, denn die Lehrerin kommt noch später. Mit knapp dreißig Minuten Verspätung konnte dann der Englisch Unterricht beginnen, wo die Schüler das "past simple" kennenlernten. Anne, Hanna, Louise und ich kennen das ganze zwar unter einem anderen Namen, aber im Grunde genommen nichts anderes als in der Heimat. Lediglich mit dem kleinen Unterschied, dass wohl jeder von uns besser Englisch kann als die Lehrerin, und alle während des Unterrichts versuchen, die Zeit rum zu kriegen, da sie sich ihr Englisch selbst versuchen beizubringen, weil es in dem Unterricht wenig Sinn hat.



Der Biologie Unterricht danach war viel, viel besser. Der Lehrer hat alles so gut und verständlich erklärt, das sogar wir alles verstanden haben. Außerdem hatten wir dann heute noch Philosophie, Mathematik, Literatur und Chemie.
In Philosophie bestand ein Großteil der stunde darin, das wir versucht haben, den Mexikanern deutsche Gesetzte zu erklären und übersetzen, was schwerer ist als gedacht. Bevor es dann in die Pause ging hat es aber wohl jeder verstanden, das man in Deutschland ab 16 Bier trinken darf ;)

In den Pausen haben wurden wieder echt tolle Gespräche mit den Mitschüler*Innen geführt, Fragen beantwortet, und ganz viele Begriffe ins deutsche Übersetzt. Und auch Hanna, die jetzt neu in der Klasse ist, wurde super aufgenommen.
Als für uns um 14 Uhr der Unterricht beendet war, hatten einige schon lange schluss. Bis zum nächsten Programmpunkt war es noch ein bisschen hin, also hieß es, seine Zeit irgendwie sinnvoll zu nutzen. Anne und Hanna waren mit ihren compañeras im Park, da die beiden für die anstehende Klausur lernen wollten. Für die andere Hannah ujd mich ging es in die jeweiligen Gastfamilien, uns stärken und ein wenig ausruhen.
Um 5, besser gesagt ab 5, war dann das nächste Treffen, um gemeinsam zum Vortrag über die "Estudios del Desarrollo", eine Studie zur, besonders politischen, Entwicklung Zacatecas. Mit dem Bus ging es weit den Berg hinauf, und bevor wir überhaupt am Ziel waren, konnten wir die tolle Aussicht genießen



Danach ging es dann für alle, auch für Max, einen ehemaligen Schüler des HBG, der jetzt als Sprachassistent in Zacatecas unterwegs ist, in den Hörsaal, wo wir schon erwartet wurden. Nach knapp 2,5 Stunden Vortrag und Fragen beantworten, waren wir alle erstmal platt, und konnten keine Infos mehr aufnehmen. Es waren viele, sehr interessante Informationen zu Migration in Zacatecas und Mexiko, dem Verhältnis zwischen Mexiko und Amerika, der Wasserknappheit, und den Problemen der mexikanischen Regierung.



Der Vortrag war unglaublich interessant, allerdings haben die Mexikaner wohl noch mehr daraus nehmen können, da wir lange nicht alles verstanden haben. Nach dem Vortrag ging es dann für alle nach Hause, und möglichst früh ins Bett, da morgen ein langer und anstrengender Tag wird.


Morgen geht's am Vormittag in ein Krankenhaus, der Universität, was uns unbedingt gezeigt werden soll. Am Nachmittag geht's dann hoch auf "La Bufa", einen Berg, der direkt an die Stadt angrenzt, und auch mit einer Seilbahn zu erreichen ist. Ihr dürft gespannt sein, was morgen so passiert

Sonntag, 2. Oktober 2016

El Domingo

Heute stand also Zeit mit der Familie auf dem Plan. Für einige war es tatsächlich so, wir waren jedoch mit unseren Austauschschüler*Innen unterwegs. Deswegen beginnen wir erstmal damit, was ein großteil der Teilnehmer*Innen heute so getrieben hat.

Anne, Annika, Hanna, Hannah, Louise, Vincent und ich waren heute gemeinsam mit unseren compañer@s unterwegs. Bei bestem Wetter wollten wir uns im Park "Parque la encantada" treffen. Fast pünktlich, nur 45min später als geplant, waren dann auch endlich alle da. Typisch Mexikanisch also. Aber endlich konnte es dann in den Park gehen.
In der Mitte des Parkes ist ein großer See, um den der ganze Park aufgebaut ist. Wirklich schön dort. Nachdem wir ein paar Minuten an dem See entlang gegangen sind, waren wir an der Inline Skate Anlage, wo die Mexikaner mit uns hinwollten. Leider konnten nicht alle mitmachen, dennoch kam jeder auf seine Kosten. Die Anlage zum skaten (patinar)  ist eine große, runde Fläche mit einem Geländer umzu. Auf den ersten Blick hat es mich ein wenig an eine Eisfläche zum Schlittschuhlaufen erinnert, sowas wird man hier wohl nicht finden. Nachdem dann jeder irgendwie die richtige Größe für sich gefunden hat, was auf einem anderen kontinent, mit ganz anderen Schuhgrößen, gar nicht so einfach ist, ging es auf die "Bahn". Trotz anfänglicher Schwierigkeiten bei einigen, konnten irgendwann alle fleißig ihre Runden drehen. Verletzt hat sich zum Glück niemand, nur der ein oder andere hat eine sehr schöne Bruchlandung hingelegt.



Als dann alle wieder aus ihren Schuhen raus waren, haben wir, mit Popcorn bewaffnet, den Park unsicher gemacht, da es noch viel zu früh für's Kino war. Der Park ist, wie bereits gesagt, super schön, und stellt einen totalen Kontrast zum Rest von Zacatecas dar, da alles sehr gepflegt, sauber und modern aussieht.


Nach einer Runde durch den Park ging es dann Richtung Kino. Auf dem Weg holten wir uns noch Nachos, die allerdings nicht so ganz überzeugt haben. Über einen Berg, in den Bus, und wieder raus, und schon waren wir am Kino. Das war in dem selben Centro Comercial (Einkaufszentrum), wo wir am Tag zuvor gegessen haben.

Nachos con queso
Zu sehen gab es einen Film auf Englisch mit spanischen Untertiteln, damit alle möglichst viel verstehen. "The Blairwitch project" oder auch "La bruja de blair" ist ein amerikanischer Horrorfilm, über 4 Freunde, die das misteröse Verschwinden eines Mädchens untersuchen. Gut gemacht, und für einige echt zum Gruseln. Um den Film zu verdauen gab es danach ein Eis. Besser gesagt, frozen yogurt. Super süß, wie es hier mittlerweile normal ist. In dem Einkaufszentrum kam dann noch eine neue Schülerin zu uns, die mehr oder weniger nachgerückt ist. Dazu aber später mehr. Vom Einkaufszentrum aus ging es dann mit der jeweiligen Familie, oder auch nur der*dem Austauschschüler*In weiter. Für Louise zum Beispiel in einen Süßigkeiten Laden, der bis unter die Decke voll war mit dulces.



Für mich ging es in die Gastfamilie, die heute Tortillas selbst gemacht hat. Unglaublich lecker, kann ich nur weiterempfehlen.
Kristin, die uns kurz beim Inline skaten besucht hat, musste heute einen Großteil des Tages zuhause verbringen, da ihre Partnerin in der nächsten Woche wichtige Arbeiten schreibt, und lernen musste. Für den Abend war oder ist jedoch auch ein Besuch im Kino geplant.


Andre und Teresa sind heute mit ihren Gastfamilien nach Aguascalientes, zu deutsch "warme Wasser" gefahren. Der Name dieser Stadt liegt an den Thermalquellen, auf denen sie entstanden ist.




Die beiden haben sich den Markt und andere Plätze angeguckt, wie z.B. die Bibliothek. Dort war heute Tag des Buches, deswegen konnten die beiden dort auch eine Messe besuchen. Unterwegs gab es dann Mais und Saft, die wohl sehr gut geschmeckt haben. Zum Schluss ging es dann noch in ein Einkaufszentrum, ein bisschen bummeln.




Auch unsere Lehrer hatten heute ihren Spaß. Nach dem Frühstück haben sie tollen Einsatz gezeigt, um den Austausch hier in México für alle zu einem besonderen Erlebnis und einer tollen Erfahrung zu machen. Als alles geklärt war, und die wahrscheinlich bestmögliche Lösung gefunden war, haben die beiden sich ein sehr interessantes Getränk geholt. Das eine, mit Mango Geschmack war ganz lecker, das andere, mit einem undefinierbaren Geschmack war wohl nicht ganz so gut, 3/4 sind stehen geblieben. Hier können wir einmal einen Blick auf die beiden werfen:



Der vorletzte Abschnitt ist heute leider nicht so erfreulich. Obwohl irgendwie schon, denn jetzt kann es nur noch bergauf gehen. Die neue Schülerin, die nachgerückt ist, ersetzt die compañera von Hanna, da es bei den beiden einfach nicht gepasst hat, und es für beide Seiten wohl das beste ist. In Zukunft wird auf den Fotos also ein anderes Gesicht auftauchen, vllt ja schon morgen.

Was für eine tolle Aussicht 


Apropos morgen. Da geht es für uns wieder mit in die Schule, uns den Fragen der Mitschüler stellen. Am Nachmittag gibt es einen Vortrag und eine Diskussionsrunde zu der Aktuellen Lage in Zacatecas, Wasserknappheit, Armut und Reichtum usw. Bevor es jedoch morgen mit dem Programm losgeht, müssen wir wohl erstmal unseren Sonnenbrand bewundern, der bei strahlendem Sonnenschein und 2500 Metern über n.N uns nicht erspart blieb.